Islamische Religionsgemeinschaft DITIB Hamburg und Schleswig-Holstein e. V.

Staatsvertrag zwischen der Stadt Hamburg und muslimischen Verbänden stärkt gesellschaftlichen Zusammenhalt und Teilhabe

Gemeinsame Pressemitteilung von DITIB Nord und SCHURA Hamburg

LandesverbandHamburg, 9. Juli 2024

Die Hansestadt Hamburg hat 2013 einen wegweisenden Vertrag mit den islamischen Religionsgemeinschaften unterzeichnet, der neben der Anerkennung eine neue Ära des Austauschs und der Kooperation eingeleitet hat. Durch diesen historischen Schritt zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit wurde die gesellschaftliche Teilhabe gestärkt und ein wichtiger Grundstein für die Gleichstellung muslimischen Lebens in Hamburg gelegt.

Der Staatsvertrag spiegelt die Anerkennung und Würdigung muslimischen Lebens in Hamburg wider und bildet eine Plattform für konstruktiven Austausch und konfliktfähigen Dialog. Er ermöglicht, gemeinsam Herausforderungen anzugehen, Lösungen zu erarbeiten und proaktiv den Zusammenhalt zu stärken. Die Zusammenarbeit zeigt, dass durch den Staatsvertrag eine nachhaltige Partnerschaft entstanden ist, die auf Vertrauen, Respekt und gegenseitigem Verständnis basiert.

Durch die enge Zusammenarbeit im Rahmen des Staatsvertrags konnten bereits zahlreiche positive Entwicklungen erzielt werden. Dazu gehören vor allem der Religionsunterricht für alle, der interreligiöse Dialog, die Seelsorge, die Unterstützung von Bildungsprojekten für junge Menschen verschiedener Glaubensrichtungen sowie die Stärkung des gesellschaftlichen Miteinanders, wie zum Beispiel durch den Ramadanpavillon.

Ziel des Vertrages ist es, seine Inhalte vollständig umzusetzen, um somit die gleichberechtigte Teilhabe muslimischen Lebens zu ermöglichen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Dadurch kann die symbolische Bedeutung des Vertrages in eine gesellschaftlich spürbare Veränderung umgewandelt werden, wie etwa die Normalisierung muslimischen Lebens. Die Umsetzung gelingt jedoch nicht immer wie gewünscht, daher bedarf es einer Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung, die unter anderem auch dem ansteigenden antimuslimischen Rassismus gerecht wird.

Die islamischen Religionsgemeinschaften schätzen es sehr, dass die Freie und Hansestadt Hamburg mit dem Staatsvertrag einen bedeutenden Schritt hin zu einer offenen und inklusiven Gesellschaft unternommen hat. Dies zeigt eine positive Haltung für ein gleichberechtigtes Miteinander in Vielfalt.

Für weitere Informationen zum Staatsvertrag und seinen positiven Auswirkungen auf die Stadtgesellschaft verweisen wir auf die Veröffentlichungen der Senatskanzlei der Hansestadt Hamburg sowie weiterer offizieller Stellen.

Mehmet Gök, DITIB-Landesvorsitzender Fatih Yıldız, Vorsitzender SCHURA Hamburg

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Pressestelle DITIB Nord